Der Begriff Strom bezeichnet
im physikalischen Sinn eine gerichtete Ladungsbewegung, im
Falle von elektrischem Strom also die Bewegung von Elektronen.
Umgangssprachlich steht der Begriff oftmals fälschlicherweise
auch für die dadurch übertragene Energiemenge.
Bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wird elektrischer
Strom technisch genutzt und ist aus dem Alltag nicht mehr
wegzudenken. Eine der ersten, aber bis heute wichtigsten Anwendungen
ist die Erzeugung von Licht. Elektrische Lichtquellen waren
und sind wesentlich leuchtstärker und sicherer als Lampen
auf Brennmittelbasis. Auch zur Temperaturregelung werden große
Energiemengen benötigt, insbesondere zum Kühlen.
Immer wichtiger wird Strom auch zum Betrieb von Computern
und elektronischen Schaltungen, die inzwischen in beinahe
jedem Gerät vorhanden sind. Ohne Strom würden all
diese Geräte nicht mehr funktionieren und vom Straßenverkehr
bis zur Freizeitgestaltung würde beinahe der komplette
Tagesablauf eines modernen Menschen zusammenbrechen.
Seinen Verbraucher erreicht Strom über das Stromnetz.
Dabei wird heutzutage ausschließlich Wechselstrom benutzt.
Dieser fließt nicht konstant, sondern ändert mit
einer Frequenz von 50 Hertz seine Richtung, schwingt also
praktisch in der Leitung hin und her. Aufgrund dieser Eigenschaft
lassen sich große Energiemengen vergleichsweise verlustarm
auch über große Distanzen übertragen, da hohe
Spannungen benutzt werden, der eigentliche Stromfluss aber
relativ gering ist. Auch eine Transformation in die verschiedensten
Spannungsbereiche oder eine Umwandlung in Gleichstrom sind
problemlos möglich.
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